15. bis 16. Jahrhundert

1405 Am 24. April 1405 übergibt Graf Heinrich von Monfort das Kloster Langnau sowie u.a. die Pfarrkirche Hiltensweiler dem Paulinerorden. Es trägt nun den Namen "Gotteshaus unserer lieben Frau zu Langnau St. Pauls des ersten Einsiedels St. Augustins Ordens". Langnau wird zur Grablege der Monforts und der Reitnauer.
1406 6 Mönche befinden sich im Kloster.
1407 Am 06. Mai 1407 bestätigt Propst Ulrich von Konstanz die Übertragung des Klosters auf den Paulinerorden.
1408 Han Zalg stiftet Wielandsweiler dem Kloster Langnau.
1409 Bleichnau wird als "Blaichach" urkundlich erwähnt.
  Es gibt wieder eine "Seegfrörne" (Bodensee zugefroren).
  Heggelbach wird erstmals urkundlich erwähnt. Der Hof von Hans Zalg, "Ammann" zu Tettnang, ist monfort"sches Lehen.
1415 + 18 Kaiser Sigmund nimmt das Kloster unter seinen besonderen Schutz und bestätigt gleichzeitig die Vogtei-Rechte der Grafen von Monfort.
1417 Streit in Götzenweiler mit dem Kloster Langnau wg. eines angelegten Weihers, der das Moos samt "Hierensee" ertränke.
1418 Papst Martin V. erteilt dem Kloster einen Schutzbrief.
1419 Das Kloster kauf von Kunz von Wielandsweiler ein Gut.
1427 Oberwolfertsweiler wird als "Oberwolfartschwiler" erwähnt; 1429 auch als "Wolfoltschwiler".
1431 Es gibt wieder eine "Seegfrörne" (Bodensee zugefroren).
1439 In einer Urkunde wird ein Weingarten beim "Hierensee" bei Oberwolfertsweiler erwähnt.
1440 Das Gut Rattenweiler geht an Hans von Danketsweiler über.
1444 Kloster Lang übernimmt von Heinrich Gabler den Hof Heggelbach.
1445 In Saßenweiler sind einige Weinhänge Lehen des Stifts Lindau.
1448 Streitigkeiten über den Abfluß des Degersees zur Mühle in Hörbolz. Eigentümer des Sees sind inzwischen die Grafen Quadt.
1460, 65, 70 + 79 Es gibt kurz hintereinander vier "Seegfrörne" (Bodensee zugefroren).
1475 Das Kloster Langnau hat Streit mit Nitzenweiler und Berg wegen einer Weide bei Busenhaus ("Schalkried").
1486 Kloster Langnau erwirbt vom Kloster Isny die zur Kirche Unterreitnau gehörigen "Zehnten" Wettis, Wolfratz, Muttelsee, Echetweiker und Nitzenweiler.
1493 Rattenweiler wird an Graf Ulrich von Monfort verkauft. Es beinhaltet u.a. Häuser, Weingärten, Torkel, Badstube, Fischgruben und ein Weiherlein.
1497 Es gibt wieder eine "Seegfrörne" (Bodensee zugefroren).
1512 Es gibt wieder eine "Seegfrörne" (Bodensee zugefroren).
1514 3 Güter in Saßenweiler gehören zur Grafschaft Achberg.
1515 Die Pfarrkirche wird um einen Chor mit Netzgewölbe erweitert. Es finden sich zwar Meisterzeichnungen am Bauwerk, jedoch bleibt der Erbauer dieser in der Umgebung einzigartigen Konstruktion bis heute unklar.
1521 Die Grafen von Monfort beanspruchen das Recht, beim Tod des Priors Schlüssel und Siegel zu verwahren und dir Interimsverwaltung zu übernehmen. Des weiteren verlangt die Gräfin Magdalena, dass die Mönche sich ordentlich anziehen und verhalten sollten.
1524 In Rappertsweiler versammeln sich Bauern aus der Umgebung. Unter dem Namen "Rappertsweiler Haufen" ziehen sie als Unterabteilung des Seehaufens in die Kämpfe des Bauernkrieges im südlichen Oberschwaben. Anführer des rd. 6.000 Mann-starken Seehaufens waren Jakob Hompis und der Lindauer Patrizier Dietrich Hurlewagen. Der Leitspruch der Bauern ist: "Wir begehren nichts anderes als die göttliche Gerechtigkeit".
  Der "Friede von Weingarten" beendet am 16. April den Bauernkrieg in Oberschwaben.
1525 Am 24.02. wird das Kloster von aufständischen Bauern geplündert und besetzt. Die Mönche finden Schutz beim Grafen Hugo von Monfort.
  Am 14.05., also nach Friedensschluss wird das Kloster nochmals überfallen. Vermutlich durch den Anführer des Seehaufens, Dietrich Hurlewagen.
1532 Kloster Kreuzlingen verkauft Götzenweiler an 7 Bauern als Erblehen.
1533 Es gibt wieder eine "Seegfrörne" (Bodensee zugefroren).
1538 Das Spital Lindau verkauft den Wielandsee an Schneider von Wielandsweiler.
1575 1604 Unter Prior Leuthold wurden die Mahlmühle, das Siechhaus und die Säge gebaut. Eine "Mühle in der Grube" wurde repariert. Außerdem wurde in der Kirche das Tonnengewölbe eingebaut.
1560 - 73 Es gibt kurz hintereinander fünf "Seegfrörne" (Bodensee zugefroren). 1560, 64, 65, 71 und 73.
1576 Prior Leuthold vom Kloster Langnau kauft den Wielandsee.
16. Jhdt. Vermehrt wird von Wundern des Ritters Arnold erzählt.Das Kloster Langnau besitzt im sog. "Niedergerichtsbezirk Langnau" 75 von insgesamt 91 Gütern; weitere befanden sich noch in anderen Bezirken (z.B. Oberstaufen).


12. bis 14. Jahrhundert
17. bis 18. Jahrhundert

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