17. bis 18. Jahrhundert

1610 Ein Vertrag regelt die Art und Weise in welcher der Vorsteher des Klosters, der Prior, zu wählen ist.
1621 Der Paulinerpater Heinrich Theis beginnt mit der Führung der Pfarrbücher.
1622 Eine Glocke von Johann Baptist Ernst aus Lindau wird im Kirchturm eingebracht
1635 Die Pest fordert im Klosterbezirk 168 Tote, rund drei Viertel aller Einwohner. In der Nähe von Unterreitnau befindet sich noch ein Pestfriedhof aus dieser Zeit.
1647 Das Kloster wird im Dreißigjährigen Krieg mehrfach geplündert. 1647 wird es durch die abziehenden Schweden in niedergebrannt.
1648 Das Kloster wird unter Prior Servilian Weixler neu errichtet.
1657 Prior Weixler lässt in der Arnoldskapelle der Kirche in Hiltensweiler einen Altar zu Ehren Mariens und Arnolds einbauen.
1684 + 95 Es gibt kurz hintereinander "Seegfrörne" (Bodensee zugefroren).
17. Jhdt. Es wird versucht die Kirche zum "Filial" des Klosters herabzustufen
1723 Unter Prior Franz Wizigmann wird im Kloster eine Bäckerei und eine Gernberei eingerichtet. Außerdem verfügt das Kloster über eine Mühle, Sägmühle, Ziegelhütte und eine Schmiede.
1727 Am 17. August gründet Prior Wizigmann aufgrund der vorherrschenden Not die "Schutzengelbruderschaft". Bis 1988 werden jährlich neue Mitglieder aufgenommen (u.a. die Erstkommunikanten).
1729 Der Vertrag über die Verfahrensweise zur Ernennung des Priors des Klosters wird erneuert. Auf die Rechte von 1521 verzichten die Monfort.
1736 In der Kirche von Hiltensweiler wird das Tonnengewölbe durch die heute noch vorhandene Flachdecke ersetzt.
1737 Pater Ladislaus bringt aus Rom die Gebeine des Hl. Valentin mit. Nach Auflösung des Klosters werden diese nach Hiltensweiler überführt. Dort ruhten Sie bis zur Renovierung im Jahr 2006.
1750 Das Kloster beherbergt 13 Patres, 1 Frater und 1 Laienbruder.
1763 + 76 Es gibt kurz hintereinander eine "Seegfrörne" (Bodensee zugefroren).
1777 Das Ökonomiehaus des Klosters wird erbaut.
1778 In Wielandsweiler herrscht eine große Feuersbrunst.
1779 Graf Franz Xaver von Monfort muß wegen der hohen Verschuldung die Grafschaft Tettnang inkl. des Klosters Langnau an Österreich abtreten.
  Hinterberg entsteht aus der Vereinödung von Sassenweiler.
1784 Die Säge bei Rattenweiler brennt nieder. Sie wurde mit dem Wasser aus drei Weihern bei Rattenweiler betrieben.
1786 Das Kloster beherbergt nunmehr 1 Prior, 11 Priester, 1 Frater und 1 Laienbruder.
  Aufhebung des Paulinerklosters Langnau am 23.02.1786 auf Anordnung der österreichischen Kaisers Joseph II. Im Sommer begann man mit der Auflösung. Die Gründstücke wurden versteigert.
  Am 19.08.1786 wird aufgrund eines kaiserlichen Befehls die Aufhebung gestoppt. Bischof Maximilian von Konstanz hat auf Kaiser Josef II. eingewirkt. Die zersteuten Mönche kehrten wieder zurück.
1787 Im Februar kommt der zweite Befehl zur Aufhebung des Klosters. Im Juli wurden die verbliebenen Güter verkauft. Das Inventar (Bilder, Messutensilien, Bilbliothek etc.) wird teilweise verkauft, teilweise geht es an die Pfarrkirche Hiltensweiler und andere Kirchen. Der Erlös kommt zum "österreichischen Religionsfond"; inkl. der Zinsen ausgegeben Bauernlehen. Der Klosterwald "Meerholz" (zw. Langnau und Hiltensweiler) wird Staatseigentum. Auch die im Kloster gelesenen Messen werden auf verschiedene Pfarreien verteilt.
  Graf Anton IV. von Monfort stirbt als letzter Nachkomme des Geschlechts im heutigen Gasthaus Krone (Tettnang).
  Zum ersten mal wird eine Kirchturmuhr von Hiltensweiler erwähnt.
1788 Die österreichische Regierung schließt mit bischöflicher Zustimmung die Kirche von Hiltensweiler und verlagert diese nach Langnau. Die Kirche wird am 12. Januar für 350 fl. an Ferdinand Eisenbach und Arnold Hagg verkauft.Es gibt wieder eine "Seegfrörne" (Bodensee zugefroren).
1790 Kloster Langnau übernimmt die Erblehen von Götzenweiler.
1793 Nach Heftigen, z.T. tätlichen Protesten der Bevölkerung bei dem Transport der Kirchen-Gerätschaften nach Langnau, wird die Kirche wieder zurückerworben und neu geweiht. Patron der Kirche ist nunmehr der Hl. Dionysius Areopagita.
1793/94 Der einzige Laienbruder des Klosters, Josef Pflaum, wechselt in kein anderes Kloster, sondern verdingt sich fortan als Landvermesser. 1793/94 nimmt er eine genaue Vermessung des Langnauer Gebietes vor.
1794 Das Paulinerkloster mit Kirche in Langnau wird abgebrochen und die Gebeine der Grafen von Monfort nach Hiltensweiler überführt. Die Orgel wird für 650 fl. an Buchhorn (heute Friedrichshafen) verkauft. Es bleiben nur Teile der Gebäude (bis heute) bestehen.
  Der letzte Prior des Klosters, Felician Mezger, wird Pfarrer der Kirche in Hiltensweiler.
1796 Bau des Pfarrhauses in Hiltensweiler.Es gibt wieder eine "Seegfrörne" (Bodensee zugefroren).
1799 Felician Mezger stirbt. Sein Nachfolger wird ab Mai 1800 Matthäus Scherer aus Triberg/Schwarzwald.
18. Jhdt. Das Kloster Langnau bewirtschaftet den Hof Heggelbach nunmehr selbst.


15. bis 16. Jahrhundert
19. Jahrhundert

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