1950 bis 1970

1950 Die neue Argenbrücke bei Laimnau wird eingeweiht und für den Verkehr freigegeben.
  Am 10.02. Amtsantritt von Messmer Karl Sauter.
1951 Durch Volksabstimmung am 9. Dezember wird aus Baden, Württemberg-Hohenzollern und Württemberg-Baden das Bundesland Baden-Württemberg. Bis auf den südbadischen Bereich stimmten große Teile der bevölkerung für den Zusammenschluß.
Insgesamt hatten mehr als 60 Prozent der Bevölkerung an der Volksbefragung teilgenommen. In den drei Abstimmungsbezirken Nord- und Südwürttemberg sowie Nordbaden votierte die Mehrheit der Bevölkerung für den Südweststaat. In Württemberg waren es über 92 Prozent, die zugestimmt hatten, in Nordbaden immerhin noch 57 Prozent. In Südbaden sprachen sich dagegen nach wie vor über 62 Prozent der Abstimmungsberechtigten für die Wiederherstellung des alten Landes Baden aus.
Am 07. Juni 1970 durften die Badener diese Abstimmung auf Geheiß des Bundesverfassungsgerichtes nochmals wiederholen, da das badische Votum nicht genügend berücksichtigt wurde. In dieser Abstimmung entschieden sich dann knapp 82% für den Südwest-Staat.
Erster Ministerpräsident wird Reinhold Maier.
1952 Tettnang wird Sitz des neugebildeten Oberamtes Tettnang und später Sitz der Kreisverwaltung (im Neuen Schloß).
  Die beiden alten Beichtstühle in der Kirche werden entfernt und durch einen Neuen der Fa. Holitsch ersetzt. Einer der alten Beichtstühle wird nach Tannau verkauft. Schreiner Rief wird mit dem Bau des neuen Chorstuhls beauftragt.
  Am Palmsonntag wird das neue Kriegerdenkmal in Hiltensweiler eingeweiht.
  Am 01.05. geht Pfarrer Grupp in Ruhestand, am 13.07. findet die Investitur seines Nachfolgers, Pfarrer Alfons Bopp, statt.
  Zwischen Weihnachten und Neujahr spielt unter Leitung von Anton Dorn (Echetweiler) zum ersten mal eine Theatergruppe in Hiltensweiler.
1953 In der Nacht vom 5. auf 6. August stürzt bei Rudenweiler ein französischer Kampfjet ab. Der Pilot stirbt.
  Von Juni bis Juli wurden erneut Renovierungsarbeiten an der Pfarrkirche ausgeführt: Chor und Altar werden erneuert.
  Nach 15-jähriger Missionszeit kehrt Pater Renz am 14.10. aus China heim.
1954 Im Festsaal des Gasthof "Engel" wird ein von Pfarrer Bopp verfasstes Passionsspiel aufgeführt.
  Der Kirchengemeinderat beschließt weitere Umbauarbeiten an der Kirche.
1955 Der Musikverein Hiltensweiler wird offiziell im Gasthof "Engel" unter dem Vorsitz von Bürgermeister Wendelin Holitsch gegründet.
  Die Umbauarbeiten (Anbau Westeingang, neue Treppen Emporen) an der Pfarrkirche werden ausgeführt; Kosten: rd. 26 TDM.
1958 Das Haus der Fam. Mutzel in Hiltensweiler brennt.
1959 Der Kindergarten in Hiltensweiler erhält einen Erweiterungsbau, die "Spielhalle". Auch die Friedhofsmauer wird renoviert.
  Der Laimnauer Bildhauer Anton Hertnagel fertigt für Hiltensweiler eine neue Weihnachtskrippe an.
1960 Neubau der Ritter-Arnold-Grundschule in Hiltensweiler. An dem Gebäude wird vom Leutkircher Maler Andreas Vollmer auch ein Bildnis des Namensgeber hoch zu Roß angebracht. Dabei ist ihm ein kleiner Fehler unterlaufen: Das Pferd steht mit beiden rechten Beinen auf dem Boden, beide linken befinden sich in der Luft...
  Kleinere Renovierungsarbeiten in der Kirche: Deckel Taufstein und Reliefbilder Kanzel (ebenfalls von Anton Hertnagel), neuer "Himmel" für Prozession (Fa. Neff, Biberach).
  Im Juni wirft der Tettnanger Jugendliche Edmund Bauer aus Wut über den entdeckten Diebstahl einer Flasche Bier drei Grabsteine um er jedoch schnell gefasst. Seine Strafe u.a. war ein einjähriges Rauchverbot.
1961 Renovierung der Kreuzwegstation für 1.300 DM.
1962 Aufgrund eines durch Frau Heim, Sassenweiler, gestiftetes Stipendium konnte einem äthiopischer Mönch das Priesterstudium ermöglicht werden. Am 15.07. feierte Jeremias Teclezghi in Hiltensweiler seine Primiz.
1963 Feier des silbernen Priesterjubiläums von Pater Arnold Renz.
  Am 26. Mai wird eine vierte große Glocke angeschaft; Preis: 2.010 DM. Der Glockenstuhl musste verstärkt werden.
  In der Nacht vom 21. auf 22 Januar wird in das Pfarrhaus in Hiltensweiler eingebrochen.
  Die bislang letzte und insgesamt 37. (bekannte) "Seegfrörne" findet statt. Seit dem 16. Jhdt. wechselt bei diesem Ereignis zwischen Hagnau und Münsterlingen (Schweiz) die Büste des Hl. Johannes im Rahmen. 1963 wechselte Sie zurück nach Münsterlingen. Ca. 10.000 Menschen nahmen an der Prozession teil. Daneben gab es auch andere Highlights mitten im See: Imbissbuden, Wegweiser, Autofahrten und Flugzeuglandungen.
1965 Die Zifferblätter der Kirchturmuhr werden erneuert und auf dem Kirchturm ein Kreuz angebracht (Fa. Jäger aus Laufen/Eyach). Aber anscheinend war man mit der Ausführung nicht ganz zufrieden...
  An Weihnachten wird aufgrund des II. Vatikanischen Konzils die Messe zum Volk hin gehalten. Hierfür baut die Schreinerei Holitsch einen neuen Altar.
1966 Anlässlich der 450-Jahr-Feier der Erbauung des Kirchenchors wir ein von Pfarrer Bopp verfasstes Theaterstück aufgeführt. Titel: "Das Hiltensweiler Kirchenspiel".
1967 Am 20. Julie gab es einverheerendes Unwetter: hühnereigroße Hagelkörner zerstörten große Teile der Anpflanzungen.
  Pfarrer Bopp erwirkte über das Bistum finanzielle Unterstützung der Bauern (rd. 26 TDM).
  Am 20. September treten Margot und Angela Spinnenhirn in das Kloster Reute ein.
1968 Gottfried Baur aus Hiltensweiler und Walter Schön aus Oberlangnau sterben durch Unglücksfälle (Autounfall bzw. Ertrunken beim Paddeln in der Argen).
  Am 6. Juli wird Manfred Schlichte aus Oberlangnau zum Prister geweiht; am 14. Juli wird die Primiz in Hiltensweiler gefeiert .
1969 Am 1. August wird der Motorsportclub Langnau e.V. von 10 männlichen Motorsportbegeisterten gegründet. Erster Vorsitzender ist Vorsitzenden Willi Lehmann aus Muttelsee.
  Am 21.10. wurde in der Kirche ein Opferstock entwendet. Der Täter wurde jedoch gefasst.


1900 bis 1950
1970 bis 1990

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