19. Jahrhundert

1802 Die Schulpflicht wird eingeführt.
1805 Während des Krieges zwischen Frankreich und Österreich war zw. Juli und August ein Bataillon Württemb. Soldaten in Hiltensweiler und Langnau stationiert.
1806 Nach der Dreikaiserschlacht von Austerlitz muss Österreich im Pressburger Frieden vom 27. Dez. 1805 zahlreiche Gebiete an Bayern abtreten, u.a. die Grafschaft Tettnang. Bei der Teilung des "österreichischen Religionsfond" kam Langnau an Bayern (damaliger Eigentümer der Herrschaft Tettnang).
1810 Durch den Pariser Vertrag vom 18. Mai 1810 und die Vermischung des Religionsfond mit dem Kameralvermögen führt dazu, dass Tettnang inkl. des Langnauer Gebiets an das Königreich Württemberg geht.
  In Hiltensweiler waren von Juni bis Oktober italienische Soldaten stationiert.
1811 In der Nacht vom 19. Oktober brennt die Schmiede von Gallus Renz aus "Ruthenweiler" (Rudenweiler) ab. Als Täter wird Johannes Maier (ebenfalls Rudenweiler) überführt und am 23.02.1816 hingerichtet. Er war Mitglied einer Bande von Brandstiftern.
1812 Aufgrund der Anordnung des Württemb. Königs werden Ruden- und Sassenweiler (bis dahin Pfarrei Oberreitnau) sowie Denten-, Echetweiler, Wettis, Wolfratz und Muttelsee (bis dahin Pfarrei Unterreitnau) der Pfarrei Hiltensweiler zugeordnet.
1812 Die Pfarrei erwirbt die von Andreas Brugger gemalte Kreuzwegstation.
1821 Ein Vertrag vom 05.08.1821 regelte wieder den Übergang an Bayern in einen sog. "Langnau"schen Religionsfond".
1828 Es grassiert die Plattern- und Rotsucht. Die Schulen bleiben für längere Zeit geschlossen.
1829/30 "Seegfrörne": Der gesamte Bodensee ist zugefroren.
1830 Am 30. August werden zwei Höfe in Badhütten für 350 Gulden der Pfarrei Laimnau zugeteilt.
1833 Rattenweiler wechselt von der Pfarrei Laimnau nach Hiltensweiler.
1839 100 Menschen fallen einer Ruhr-Epidemie zum Opfer.
1844 Im Bezirk Tettnang beginnt man mit dem planmäßigen Hopfenanbau. Der "Tettnanger Aromahopfen" wird heute in die ganze Welt exportiert.
1845 Gründung des Musikvereins Hiltensweiler als "Musikgesellschaft" durch Oberlehrer Josef-Anton Schobinger.
1848 Der sog. "Zehnten" wird abgeschafft.
1852 Die Kanzel in der Kirche wird von der "Frauen-" auf die "Männerseite" (rechts) verlegt.
1854 Eine Volkszählung für die Pfarrei ergibt: 937 Katholiken und 6 Protestanten sowie 133 Häuser.
1863 Glocken von Zoller aus Biberach werden im Kirchturm eingebracht.
  Die Kirchturmuhr wird gegen eine Neue von Uhrmacher Brauer ausgetauscht.
1863 Bau des alten Schulhauses (heute Fam. König).
1872 Investitur von Pfarrer Agathon Lutz
1873 Renovierung der Kirche: Es wird mit dem Geld einer Haussammlung ein neuer Hochaltar mit Teilen aus Deuchelried erbaut.
1873 Es gibt ein Kometenregen, welcher wie Schneegestöber vom Himmel fiel.
1876 Johann Baptist Günthör aus Laimnau bestimmt in seinem Testament die Einrichtung einer Stiftung mit seinem Vermögen. Die Stiftung wirkt u.a. durch die Unterstützung Bedürftiger bis nach dem 2. Weltkrieg.
1876 Der Steg über die Argen zw. Unterlangnau und Bad Laimnau wird von einer Genossenschaft gebaut. Für die Benutzung wird "Steggeld" verlangt.
1879/80 Nach genau 50 Jahren gibt es wieder eine "Seegfrörne" (Bodensee ist komplett zugefroren). Zwischen Lindau und Bregenz wird für Wanderer sogar eine Wirtschaft errichtet.
1881 Im Pfarrhaus Hiltensweiler wird eingebrochen.
1882 Erweiterung und Renovierung der Pfarrkirche: Die Seitenaltäre, Bänke und Bemalung werden erneuert (die ehemaligen Fresken werden überstrichen). Außerdem werden Kirche inkl. Kapelle trockengelegt. Verschiedenes Inventar wird versteigert.
1885 Der Musikverein Hiltensweiler schafft seine erste Musikfahne an.
1887 Der Antrag auf Seligsprechung des Ritter Arnold durch Prälat Schneider wird vom Bistum Rottenburg abgelehnt.
  Für die Sanierung der Orgel wird eine Sammlung durchgeführt.
1889 Die Firma Behler aus Memmingen baut in der Kirche (auf der ersten Empore) eine neue Orgel ein.Hierbei wird die zweite Empore vergrößert.
1898 Am 18.02. findet die Investitur von Pfarrer Georg Mangold statt.
1899 Die Kirchenglocken sollen ein elektrisches Klingelwerk erhalten.


17. bis 18. Jahrhundert
1900 bis 1950

Druckbare Version